10 Wochen

10 lange Wochen des Bangens und Hoffens

10 Wochen, seit wir von unserer Mimi nichts mehr gehört haben.

Und 10 Wochen, in denen sich viel getan hat.


Zunächst möchte ich nochmal Danke sagen. Für die vielen lieben Worte in Mails, Kommentaren hier auf dem Blog und Instagram und in Telefonaten. Dankeschön auch an alle, die sich an der Suche nach Mimi beteiligen und Artikel und Fotos posten oder Ausschau bei Gefunden-Anzeigen nach ihr halten.
Eine Suche, die aber leider noch immer ohne Erfolg gekrönt ist.
Wir geben die Hoffnung nicht auf - noch nicht. Aber zwischendurch kommt man doch ins Zweifeln... man müsste meinen, irgendjemand MUSS Mimi doch gesehen haben.

In meinem letzten Bericht habe ich euch erzählt, dass ich im September von Zuhause ausgezogen bin und mit meinem Freund zusammen nun im Nachbarort wohne - keine zehn Minuten weg von meinen Eltern und meiner Schwester. Mittlerweile wohnen aber nicht mehr nur mein Freund und ich dort.
Die Zusage für die Wohnung haben wir Ende Juni bekommen. Und schon während wir auf der Wohnungssuche waren, habe ich immer gesagt: Wenn wir uns dann mal eingelebt haben, müssen wir unbedingt eine Katze bei uns aufnehmen!
Ich bin mit Katzen aufgewachsen und liebe diese klugen, schönen, eigenwilligen Tiere mit ihren oft verrückten Ideen und witzigen Macken.
So kam es, dass wir jetzt nicht mehr nur zu zweit, sondern zu viert in unserer Wohnung leben.
Eine junge Familie hat ein Baby bekommen, welches leider auf Katzen allergisch reagiert. Sie mussten für ihre beiden Miezen ein neues Heim suchen. Diese Anzeige entdeckte ich erstmals rein zufällig Ende September. Mitte Oktober wurde die Anzeige erneut eingestellt. Kurzentschlossen bin ich dann mit meiner Mama und meiner Schwester losgefahren. Einfach mal, um mir die beiden anzusehen. Mein Freund, der leider arbeiten musste, meinte: Ich seh ja dann, ob mich heute Abend eine Überraschung erwartet.

Siri, eine sechsjährige Glückskatze und Mimi, eine neunjährige Ragdoll (wird zumindest vermutet) sind direkt noch am selben Tag bei uns eingezogen. Ich war hin und weg von den beiden und verstehe bis heute nicht, wieso die beiden zunächst niemand wollte.

Die ersten Tage war Siri sehr scheu. Sie saß oft unter dem Sofa, wollte sich nur ganz kurz streicheln lassen und ist meist weggerannt. 
Mimi - die Ragdoll -  war da ganz anders. Mimi, die wir in Cleo umbenannt haben.
Denn für uns gibt es nur eine Mimi ...
Cleo ist eine Diva durch und durch. Sie möchte immer Aufmerksamkeit und wenn sie diese mal nicht hat, tut sie alles dafür, um wieder im Mittelpunkt zu stehen. 

Sie ist ein richtiges Plappermaul (leider auch ein recht lautes), sehr anhänglich (der Gang zum "Stillen Örtchen" ist mit ihr nicht mehr länger still) und total verspielt. Sie hat sich sofort heimisch gefühlt.

Siri hat da ein bisschen länger gebraucht. Aber mittlerweile genießt sie unsere Kuschelzeiten, wo ich sie ausgiebig streicheln und kraulen darf.

Die beiden haben mir dabei geholfen, mich ein wenig von Mimi abzulenken. Zugleich erinnern sie mich aber auch immerzu an sie.

Vor eineinhalb Wochen bin ich mit meinen Eltern zum Katzenschutzverein Mindelheim gefahren (über diesen hat Mimi hier auf dem Blog auch schon mal berichtet, nachdem ich dort Futter und Spielzeug gespendet habe). Vor etwa drei Wochen haben wir eine Anzeige des Katzenschutzvereins in der Zeitung gesehen. Dort haben sie ein Katzenmädchen vorgestellt, dessen Besitzer es nicht mehr wollte.

Da der Katzenschutzverein auch eine Vermisstenmeldung von Mimi online gestellt hat, war ich neulich auf deren Homepage – und habe gesehen, dass die Dame noch immer ein neues Zuhause sucht.

Und irgendwie haben wir dann beschlossen, nach Mindelheim zu fahren.
Dort angekommen, ist die Süße gleich schnurrend auf uns zugestapft. Oh ja, wirklich gestapft. Denn das Mädel hat keine Samtpfoten, sondern richtige Stapfer.

Sie ist eine seeehr große Katzendame, soll wohl zwischen 1 und 2 Jahre alt sein, hat langes Fell und ist unglaublich verschmust und anhänglich.
Und somit für meine Mama genau richtig. Denn ihr hat der gewohnte Trubel einfach gefehlt. Vor allem, nachdem zuerst ich, anschließend meine Schwester ausgezogen ist – und dann auch noch Mimi verschwunden ist.


So haben wir die namenlose Katze noch am selben Abend mit zu meinen Eltern nach Hause genommen, sie Tabby benannt und mein Papa hat ihr tags darauf gleich einen großen Kratzbaum gebaut. Denn die Standardkratzbäume, die wir im Zoofachhandel gesehen haben, wären für die große – oder dicke :D – Tabby einfach zu winzig gewesen.

Nun wisst ihr also, was hier in den vergangenen zehn Wochen bei meiner Familie und mir so los war.
Ich melde mich wieder. Denn wie gesagt: die Hoffnung, Mimi wiederzusehen, haben wir noch längst nicht aufgegeben.


Eure Betty

Nichts Neues

Mimi, wo bist du nur?


Wir vermissen sie so sehr, unsere süße Mimi ...

Ich möchte an dieser Stelle euch allen danken. Ihr habt so liebe und verständnisvolle Worte für uns gefunden. Es ist gar nicht leicht, all eure schönen Worte zu lesen. Denn jede Nachricht treibt meiner Familie und mir wieder die Tränen in die Augen.
Aber zugleich helft ihr uns auch. Ihr alle lasst uns wissen, dass ihr bei uns seid. Und das wissen wir zu schätzen.
Es tut mir Leid, wenn ich die vielen Nachrichten nicht alle persönlich beantworte. Aber momentan rast ein Tag nach dem anderen dahin - und wieder ist eine weitere Woche vergangen, seit Mimi verschwunden ist.
Ich bin berufliche gerade sehr eingespannt. Und wenn ich abends dann zuhause bin, gibt es dort noch einiges zu tun. Ich bin kürzlich umgezogen. Ich habe im Sommer die Zusage für eine hübsche Wohnung hier im Nachbarort bekommen. Mit dem Auto nicht mal fünf Minuten weg von meinem Elternhaus. Daher wäre es für mich auch nie ein Problem gewesen, Mimi bei meinen Eltern zu lassen. Denn dort ist sie schließlich aufgewachsen. In meinem neuen Heim hätte ich sie als Wohnungskatze halten müssen. Das hätte ich Mimi nie antun können, wo sie ihre Zeit doch so gerne im Garten verbringt. Eine Entfernung von nicht mal 10 km wären daher nie das Problem gewesen, ich hätte meine Süße trotzdem sehr oft gesehen. Und jetzt kam alles ganz anders.

Nun sind es schon über sechs Wochen, seit sie eines Freitagabends verschwunden ist.

Wir erhalten nach wie vor viele Nachrichten mit Tipps wo man in der Gegend suchen könnte und Hinweisen, dass Mimi gesehen wurde. Leider hoffen wir noch immer vergebens.
Von euch, meinen lieben Bloglesern und auch Freunden habe ich mehrmals Anfragen erhalten, ob ihr denn vielleicht ein Foto von Mimi auf eurer Seite veröffentlichen dürft.
Ja, das dürft ihr - natürlich! Wir sind für jede Unterstützung so dankbar.

Ich melde mich wieder.
Eure Betty

Vermisst

Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier mal an Mimis Stelle würde schreiben müssen.
Denn Pfotenabenteuer ist Mimis Blog. Das ist nicht mein Reich.

Ihr habt alle so liebe Worte für uns und Mimi da gelassen. Ganz gleich ob hier auf dem Blog, auf Instagram oder per Mail. 
Während ich diesen Beitrag hier verfasse, kommen mir schon wieder die Tränen.
Unsere süße Mimi ist noch immer spurlos verschwunden. Seit auf den Tag genau fünf Wochen, seit Freitag den 16. September 2016

Hier im Dorf hängen unzählige Plakate, es gibt Anzeigen in der Zeitung, die Tierheime wissen Bescheid, die Tierärzte ebenso. Der Katzenschutzbund hat auf seiner Seite sogar eine Anzeige erstellt.
Und dennoch hat niemand sie gesehen.
Wir erhalten jede Woche ein bis zwei Anrufe von Leuten die meinen, unsere Mimi gesehen zu haben. Doch so groß die Hoffnung dann immer ist, noch größer ist die Enttäuschung. Denn nie hat es sich dabei um Mimi gehandelt.

Meine Familie und ich hoffen noch immer - doch mit jedem vergangenen Tag schwindet die Hoffnung ein wenig. Dann trifft man wieder jemanden, der erzählt, seine mal verschwundene Katze sei nach zwei Monaten plötzlich wieder aufgetaucht. Man hofft, man selber darf dieses Glück auch genießen...

Diese Ungewissheit ist einfach am schlimmsten. 
Es kann doch nicht sein, dass Mimi einfach verschwunden ist!

Mimi, bitte komm zurück.
Du wirst hier gebraucht.
Katze Mimi ist spurlos verschwunden und wird vermisst

Betty